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Bundesverband Deutscher Steinmetze

Sachverständigenwesen

Über 130 Sachverständige im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk sind in Deutschland momentan von den Handwerkskammern (HWK) öffentlich bestellt und vereidigt. Hinzu kommen ca. 20 Sachverständige aus dem Bereich Naturwerkstein, die durch die Industrie- und Handelskammern (IHK) bestellt sind. Der ö.b.u.v. Sachverständige repräsentiert das Handwerk an oberster Stelle und muss in der Lage sein, auch komplexe Sachverhalte zu beurteilen und allgemeinverständlich wiederzugeben. 

Unabhängig, objektiv und vertrauenswürdig

Sachverständige haben die Aufgabe, Waren, Werkleistungen und Preise gutachterlich zu bewerten. Sie werden beispielsweise von Gerichten beauftragt, bei Auseinandersetzungen zwischen Kunden und ausführenden Fachfirmen zu beurteilen, ob eine handwerkliche Leistung fachgerecht und nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt worden ist. Darüber hinaus können Sachverständige auch als Privatgutachter beauftragt werden. Um den kosten- und zeitintensiven Gang vor Gericht zu vermeiden, können Sachverständige auch zur außergerichtlichen Streitschlichtung / Mediation herangezogen werden.

Sachverständigentreffen

Nicht zuletzt durch die jeweiligen Sachverständigenordnungen sind ö.b.u.v Sachverständige zur ständigen Fortbildung verpflichtet. Durch die Weiterentwicklung sowohl der Anerkannten Regeln der Technik als auch im Sachverständigenrecht sind diese Fortbildungsveranstaltungen von großer Wichtigkeit. Um dem Rechnung zu tragen, veranstaltet der Bundesverband Deutscher Steinmetze zweimal im Jahr einen Erfahrungsaustausch für die ö.b.u.v. im Naturstein verarbeitenden Gewerbe, an welchem jeweils ca. 2/3 aller im Natursteinbereich bestellten Sachverständigen teilnehmen. Neben rechtlichen und fachlich-technischen Impulsvorträgen besteht die Möglichkeit, über aktuelle Sachverhalte und Schadensfälle zu diskutieren und so von den aktuellen Arbeitsthemen anderer zu profitieren. Das Sachverständigentreffen ist als Fortbildungsnachweis bei den Handwerkskammern anerkannt.

Vorbereitungslehrgang zur Sachverständigenprüfung

Zur Prüfungsvorbereitung bietet der Bundesverband Deutscher Steinmetze jährlich einen optionalen Vorbereitungslehrgang als vierteiliges Blockseminar an. In der Praxis erfahrene Referenten (Juristen, Sachverständige, Ingenieure) behandeln dabei rechtliche Grundlagen, technische Grundlagen, Privatgutachten und Gerichtsgutachten, jeweils im Kontext des Sachverständigen-Alltags. 

Sachverständigenprüfung

Vor der Bestellung und Vereidigung haben die Kandidaten im Regelfall die persönlichen Voraussetzungen (z.B. Führungszeugnis, finanzielle Unabhängigkeit, Meister- oder Technikerausbildung) sowie die besondere Sachkunde nachzuweisen. Die dreiteilige Prüfung zur Feststellung der besonderen Sachkunde besteht aus einer schriftlichen Prüfung, einem Prüfungsgutachten sowie einem abschließenden Fachgespräch. Sie wird nach Beauftragung durch die regional zuständige Handwerkskammer einmal im Jahr durch den Bundesverband Deutscher Steinmetze bzw. der eigens dafür eingerichteten Prüfungskommission abgenommen. Die anschließende Bestellung und Vereidigung erfolgt durch die Handwerkskammer.





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