Konjunkturbericht I/ 2026
Wie bereits im letzten Jahr, lässt sich auch im ersten Halbjahr 2026 eine konjunkturelle Frühjahrsbelebung beobachten. Nach einem sehr schwachen zweiten Halbjahr 2025 fallen Geschäftslage und Geschäftsklimaindex wieder besser aus. Diese positive Entwicklung darf allerdings nicht über die dennoch sichtbare Persistenz der Wirtschaftskrise hinwegtäuschen: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sind der Geschäftsklimaindex um 4,2 Punkte auf nun 64,6 Punkte und der Anteil der Unternehmen, die ihre aktuelle Lage mit „gut“ bewerten um 1,8 Prozentpunkte auf nun 44,6 % weiter gefallen. Lediglich der Auftragsbestand ist um 0,8 Wochen auf nun 10,8 Wochen gestiegen.
Im Zusammenhang mit sprunghaft gestiegenen Energiepreisen und weltweiten Lieferengpässen geben wieder mehr Betriebe steigende Ein- und Verkaufspreise an. Insbesondere im Einkauf wird dies deutlich, weshalb es nach wie vor nur teilweise gelingt, gestiegene Kosten an Endkunden weiterzugeben. Der Vergleich der Umsatzanteile nach Branchen zeigt ein 10-Jahres-Hoch für den Grabmalsektor, während hingegen der Bausektor auf ein Zehn-Jahres-Tief gefallen ist. Ein positives Zukunftssignal ist die gestiegene Investitionsbereitschaft.
Besonders kritisch hingegen ist die Lage bei kleineren Betrieben mit 1-4 Mitarbeitern. Verglichen mit der Grundgesamtheit ist hier im Durchschnitt eine schlechtere Geschäftslage, ein geringerer Geschäftsklimaindex, ein niedrigerer Auftragsbestand und eine geringere Investitionsneigung sichtbar.
Auch insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage im Steinmetzhandwerk also angespannt.


